Jahreswechsel ⟫ Das ändert sich 2016 in Sachen Finanzen

Eingestellt am: 24.11.2015

Autor: Kilian Fromeyer

In der Silvesternacht 2015/2016 werden wieder Korken knallen. Und jeder freut sich auf den Jahreswechsel. Auch wenn viele Vorsätze in den Wochen nach Neujahr beerdigt werden - die Änderungen zum Jahreswechsel werden uns noch lange beschäftigen. Wir haben für Sie die wichtigsten Veränderungen 2016 zusammengefasst.



Krankenversicherung & Rente

Die Bereiche Krankenversicherung und Rente bestimmen unser Leben. Und wie jedes Jahr müssen sich Verbraucher auch hier auf einige Änderungen zum Jahreswechsel 2015/2016 einstellen. Gerade Besserverdiener werden auch im kommenden Jahr wieder stärker zur Kasse gebeten. Was ändert sich aus Sicht der Patienten und Beschäftigten ab dem 01. Januar 2016 noch alles?

  • Neue JAEG ab 01. Januar 2016
    Zum Jahreswechsel greift für alle Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung eine neue Jahresarbeitsentgeltgrenze (Versicherungspflichtgrenze). Diese liegt ab 01. Januar bei 56.250 Euro Jahreseinkommen bzw. monatlich 4.687,50 Euro. Zum Vergleich: 2015 lag die JAEG bei 54.900 Euro. Wie im vergangenen Jahr fällt der Anstieg der Versicherungspflichtgrenze wieder deutlich aus, was den Wechsel von der GKV in die private Krankenversicherung erschwert. Ebenfalls angehoben wird die besondere ermäßigte Jahresarbeitsentgeltgrenze - auf 50.850 Euro.
  • Neue GKV-Beitragsbemessungsgrenze steigt auf 50.850 Euro
    Neben der Versicherungspflichtgrenze steigt 2016 auch die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) für die Kranken- und Pflegeversicherung wieder an. Ab dem Jahreswechsel liegt diese dann bei 50.850 Euro bzw. 4.237,50 Euro Monatseinkommen. Arbeitseinkommen, die diesen Betrag übersteigen, werden nicht mehr zur Beitragsbemessung herangezogen.

    Beispiel: Sie verdienen als freiwillig gesetzlich Versicherter 56.100 Euro und sind freiwillig gesetzlich versichert. 2015 unterliegen 49.500 Euro der Beitragsbemessung, auf 6.600 Euro fällt keine Prämie an. Nach dem 01. Januar schrumpft dieser Vorteil auf 5.250 Euro.

      Beitragssatz (p. Monat) Beitrag in Euro
    BBG 2015 (4.125 Euro) 14,6 Prozent 602,25 Euro
    Prämie für Arbeitnehmer 7,3 Prozent 301,13 Euro
    BBG 2016 (4.237,50 Euro) 14,6 Prozent 618,68 Euro
    Prämie für Arbeitnehmer 7,3 Prozent 309,34 Euro
  • Änderung der BBG für Renten- und Arbeitslosenversicherung
    Ebenfalls mit dem Jahreswechsel verändern sich auch die Beitragsbemessungsgrenzen in der Renten- und Arbeitslosenversicherung. In den alten Bundesländern gelten ab 01. Januar 2016, 74.400 Euro jährlich bzw. 6.200 Euro pro Monat als neue Bemessungsgrenze. In den neuen Bundesländern steigt die Grenze auf 5.400 Euro monatlich oder 64.800 Euro Jahreseinkommen. Entsprechend teurer werden die Beiträge für Arbeitnehmer. Aber auch Arbeitgeber müssen ab Januar 2016 tiefer in die Tasche greifen.


      alte Bundesländer neue Bundesländer
    BBG 2015 6.050 Euro 5.200 Euro
    Prämie für AN (9,35 Prozent) 565,68 Euro 486,20 Euro
    BBG 2016 6.200 Euro 5.400 Euro
    Prämie für AN (9,35 Prozent) 579,70 Euro 504,90 Euro
  • Stabiler GKV-Grundbeitrag in 2016
    D2015 hat die Bundesregierung den Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung auf 14,6 Prozent reduziert und formal die Beitragsparität zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern hergestellt. Diese Situation setzt sich 2016 fort.


      allgemeiner Beitrag ermäßigter Beitrag
    GKV-Beitrag (ab 2015)
    GKV-Beitrag gesamt: 14,6 Prozent 14,0 Prozent
    Arbeitnehmer: 7,3 Prozent 7,0 Prozent
    Arbeitgeber: 7,3 Prozent 7,0 Prozent
    Zusatzbeitrag (Ø 2015): 0,9 Prozent
  • Erhöhungen beim GKV-Zusatzbeitrag
    Ein Jahr nach den Reformen zeigt sich, dass viele Krankenkassen mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht auskommen und zum Zusatzbeitrag greifen. Im Durchschnitt liegt der Zusatzbeitrag 2015 bei 0,9 Prozent. Für das kommende Jahr 2016 werden sich Verbraucher auf weitere Steigerungen gefasst machen müssen. Laut Schätzerkreis des Bundesversicherungsamtes ist mit einer Anhebung des Zusatzbeitrags auf 1,1 Prozent zu rechnen. Ursache sind fehlende Mittel in Höhe von mehreren Milliarden Euro.
  • Beitragsobergrenze zur Pflegepflichtversicherung steigt an
    Aufgrund der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze verändern sich auch die Rahmenbedingungen in der Pflegepflichtversicherung. Die Beitragssätze bleiben zum Jahreswechsel zwar unverändert. Allerdings steigen die absoluten Obergrenzen durch die Veränderungen bei den Bemessungsgrenzen. Für kinderlose Arbeitnehmer liegt der Beitrag (inklusive der Arbeitgeberanteile) dann bei 110,18 Euro. Sachsen hält auch 2016 an der unparitätischen Verteilung des Pflegebeitrags fest. Arbeitnehmer zahlen ohne Kinderzuschlag eine Prämie von 1,675 Prozent für die Pflegeversicherung.


      ohne Kinderzuschlag mit Kinderzuschlag
    PV-Beitrag 2016
    PV-Beitrag gesamt: 2,35 Prozent 2,6 Prozent
    Arbeitnehmer: 1,175 Prozent 1,425 Prozent
    Arbeitgeber: 1,175 Prozent 1,175 Prozent
    PV-Beitrag (maximal): 99,58 Euro 110,18 Euro
  • Rentenbeitrag bleibt 2016 stabil
    Der zum Januar 2015 auf 18,70 Prozent bzw. 9,35 Prozent für Arbeitnehmer und Unternehmen abgesenkte Rentenbeitrag bleibt stabil. Prognosen zufolge ist von einer Beitragsstabilität bis 2018 auszugehen. Allerdings deuten Medienberichte auch dieses Jahr auf Überschüsse in den Rentenkassen hin, was Veränderungen zum Jahreswechsel durchaus möglich macht.

Steuern & Co.


Wie jedes Jahr werden auch pünktlich zum neuen Jahr diverse Änderungen in Kraft treten, die Verbrauchern Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Während einige Bürger wieder etwas mehr Steuern sparen, greift der Fiskus an anderer Stelle noch tiefer in den Geldbeutel. Und auch für Strom müssen Haushalte im kommenden Jahr deutlich mehr Geld aufwenden.

  • Altersvorsorge-Steuerabzug steigt zum Jahreswechsel
    Die gesetzliche Rente hat in den letzten Jahren an Vertrauen verloren. Viele Verbraucher sparen deshalb zusätzlich für den Lebensabend. Ab 01. Januar 2016 greifen neue Besteuerungsgrundlagen für die Sonderausgaben. Statt der für 2015 geltenden 80 Prozent können 2016 AV-Beträge in der Einkommenssteuer bis 82 Prozent geltend gemacht werden.

    Beispiel: Gespart werden in 2016 insgesamt 12.000 Euro für die private Rente. In der Einkommenssteuer machen sich davon 9.840 Euro steuermindernd bemerkbar
  • EEG-Umlage steigt 2016 wieder deutlich
    2015 war noch ein Jahr, dass unter gewissen Gesichtspunkten eine Zäsur darstellte - auch - oder gerade weil die EEG-/Ökostromumlage abgesenkt wurde. Mit einem Absinken auf 6,17 Cent je Kilowattstunde war die Absenkung aber eher symbolhaft. Zum Jahreswechsel wird dieser Trend Geschichte sein. Ab 01. Januar 2016 soll die Ökostromumlage wieder deutlich steigen. Sie macht dann einen Sprung auf 6,39 Cent je Kilowattstunde. Ein 3-Personen-Haushalt (mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3.750 Kilowattstunden) bezahlt 2016 im Vergleich zu diesem Jahr dann 8,25 Euro mehr.
  • Freibetrag nach § 39a EStG (Lohnsteuer-Ermäßigung) gilt 2 Jahre
    Der Freibetrag in der Lohnsteuer-Ermäßigung sichert Beschäftigten mit Betreuungs- oder Fahrtkosten einen Steuervorteil beim Lohnsteuerabzug. Wer davon über das ganze Jahr profitieren will, muss den Antrag möglichst zeitig stellen. Eine Neuerung gegenüber dem laufenden Jahr gibt es hier: In Zukunft soll der Freibetrag nicht nur über die Dauer von einem Jahr gelten, sondern über zwei Jahre. Ein ab 01. Januar 2016 eingetragener Freibetrag bleibt bis Ende 2017 gültig.

    Werden in dieser Zeit Änderungen nötig, können Beschäftigte diese bei ihrem Wohnsitzfinanzamt entsprechend vornehmen lassen.
  • Grundfreibetrag steigt um knapp 200 Euro
    Von dieser Entwicklung profitieren alle Steuerzahler. Zum neuen Jahr wird der in Deutschland das Existenzminimum vor dem Zugriff des Finanzamts sichernde Grundfreibetrag angehoben. Für das laufende Jahr gilt ein Betrag von 8.472 Euro bei den Einkünften als grundsätzlich steuerfrei. Ab 01. Januar wird dieser Betrag steigen - auf 8.652 Euro. Damit macht der Grundfreibetrag einen Sprung um fast 200 Euro nach oben. Auf diese Weise bleibt ein höheres Jahreseinkommen steuerfrei.
  • Steuersatz für Neurentner steigt 2016
    Ein Jahr nach den Reformen zeigt sich, dass viele Krankenkassen mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht auskommen und zum Zusatzbeitrag greifen. Im Durchschnitt liegt der Zusatzbeitrag 2015 bei 0,9 Prozent. Für das kommende Jahr 2016 werden sich Verbraucher auf weitere Steigerungen gefasst machen müssen. Laut Schätzerkreis des Bundesversicherungsamtes ist mit einer Anhebung des Zusatzbeitrags auf 1,1 Prozent zu rechnen. Ursache sind fehlende Mittel in Höhe von mehreren Milliarden Euro.
  • Erhöhungen beim GKV-Zusatzbeitrag
    Des einen Freud, des anderen Leid. Wer 2016 privat für die Altersvorsorge spart, zahlt weniger Steuern. Neurentner müssen dagegen auch zum Jahreswechsel tiefer in die Tasche greifen. Der für 2015 geltende persönliche Freibetrag von 30 Prozent wird ab 01. Januar wieder um zwei Prozentpunkte abgesenkt. Neurenter können dann nur noch einen Freibetrag von 28 Prozent beanspruchen, es werden in der nachgelagerten Besteuerung 72 Prozent berücksichtigt.

Familie


Das laufende Jahr 2015 hat gerade für frischgebackene Eltern viel Neues bereitgehalten. Zum Jahreswechsel 2015/2016 wird es diesmal wahrscheinlich nicht ganz so turbulent zugehen. Einige Veränderungen zeichnen sich trotzdem ab. Dies betrifft unter anderem das Kindergeld und den Kinderfreibetrag. Aber auch beim Thema Hartz IV bleibt das kommende Jahr mit Sicherheit spannend.

  • Kinderfreibetrag steigt auch 2016 wieder
    Im Jahr 2015 haben Eltern von einem höheren Kinderfreibetrag profitieren können. Und auch zum Jahreswechsel 2016 setzt sich dieser Trend fort. Ab Januar gilt beim Kinderfreibetrag eine Erhöhung um 48 Euro auf 2.304 Euro. Da dieser Betrag beiden Elternteilen jeweils zusteht, erhöht sich der Freibetrag je Kind um 96 Euro. Der Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungsbedarf verbleibt bei 1.320 Euro.
  • Kinderzuschlag wird zum Juli 2016 angehoben
    Von dieser Regelung werden in erster Linie Eltern profitieren, deren Einkommen eine gewisse Obergrenze (Höchsteinkommensgrenze auf Grundlage von ALG II) nicht überschreitet, gleichzeitig aber nicht unter der Mindesteinkommensgrenze für Elternpaare von 900 Euro (Alleinerziehende 600 Euro) liegt. Zum 01. Juli 2016 soll der Kinderzuschlag um 20 Euro je Monat steigen - von derzeit 140 Euro auf dann 160 Euro.
  • Unterhaltszahlungen werden ab Januar 2016 angehoben
    Jedes Jahr gehen Ehepaare und Lebenspartner auseinander. Nicht selten leiden darunter auch Kinder. Wer 2016 Unterhalt für eines oder mehrere Kinder zahlen muss, darf mit dem Jahreswechsel etwas tiefer in die Tasche greifen. Durch die Anpassung der Kinderfreibeträge auf 4.608 Euro steigt der Mindestunterhalt. In der mittleren Altersgruppe (6 bis 11 Jahre) werden ab Januar zum Beispiel 384 Euro (erstes und zweites Kind) abzüglich der Kindergeldzahlung fällig. Letzteres fängt die Anhebung durch die Kindergelderhöhung teilweise auf.
  • Erhöhung beim Kindergeld um zwei Euro
    Familien mit Kindern gehören zu jenen, die ab 01. Januar 2016 mehr Geld im Portemonnaie haben. Nach den bereits dieses Jahr erfolgten Anhebungen beim Kindergeld legt der Bund noch einmal nach. Zum Jahreswechsel werden ab Januar 2016 zwei Euro mehr beim Kindergeld ausgezahlt. Daraus ergeben sich für das:

    - erste und zweite Kind je 190 Euro
    - dritte Kind 196 Euro
    - jedes weitere Kind je 221 Euro.
  • Leistungssätze für Hartz IV werden 2016 steigen
    Nach wie vor sind in Deutschland Haushalte auf Hartz IV, Grundsicherung im Alter, Sozialhilfe oder Ähnliches angewiesen. Für diesen Personenkreis wird es im kommenden Jahr aller Voraussicht nach etwas mehr geben, die Leistungssätze werden zum Jahreswechsel angepasst. Die Erhöhung bezieht sich nicht nur auf Alleinstehende, sondern auch Bedarfsgemeinschaften und Kinder.


    Leistungsbezieher Leistungssatz 2016/ Leistungssatz 2015
    Alleinstehend: 404 Euro/ 399 Euro
    Bedarfsgemeinschaft: 364 Euro/ 360 Euro
    Kinder (0 bis 6 Jahre): 237 Euro/ 234 Euro
    Kinder (zwischen 6 bis 14 Jahre): 270 Euro/ 267 Euro
    Kinder (zwischen 14 bis 18 Jahre): 306 Euro/ 302 Euro

Rund ums Auto


Pünktlich zum Jahreswechsel treten nicht nur Änderungen beim Thema Steuern, Geld und Familie in Kraft. Auch Autofahrer müssen sich immer wieder auf Veränderungen einstellen. Was hält 2016 in diesem Zusammenhang bereit? Die Pkw-Maut liegt zwar vorerst auf Eis. Bei den Versicherungen wird sich aber auch ab 01. Januar für den einen oder anderen Halter etwas ändern.

  • Umstufungen bei der Regionalklasse
    Bei den Autoversicherern herrscht zum Jahresende hin rege Betriebsamkeit. Ein Grund sind die Wechsel der Autofahrer von einem Versicherer zu anderen Unternehmen. Aber auch im Hinblick auf die Regionalklasse ergeben sich Veränderungen.

    Zum Jahreswechsel 2016 werden davon viele Autofahrer profitieren. Für etwa ein Fünftel wird es günstiger, da sich die Regionalklasse als Grundlage der Beitragsberechnung verbessert. Einige Autofahrer haben nicht so viel Glück. Für etwa ein Sechstel wird es im kommenden Jahr in die andere Richtung gehen.
  • Autos erhalten neue Typklassen in der Kfz-Versicherung
    Jedes Jahr werten die Kfz-Versicherer die Schadensstatistiken im Bestand aus. Das Ergebnis sind neue Einstufungen, die eine Kfz-Versicherung günstiger oder teurer machen können. Im Bereich der Haftpflicht sieht die Situation diesmal entspannt aus. Der Verband GDV sieht hier für 70 Prozent der zugelassenen Fahrzeuge keine Änderung, es wird lediglich für 16 Prozent teurer.

    Etwas anders die Situation im Bereich der Kaskoversicherungen. Mit 45 Prozent ist der Anteil der Umstufungen hier deutlich höher. Insgesamt 1,1 Mio. Pkw werden hier in eine höhere Typklasse eingestuft - für deren Halter wird's am Ende teurer.

Rund ums Geld


Was bleibt mir nach dem Jahreswechsel vom Einkommen im Portemonnaie? Wo werden ich ab 01. Januar mit deutlichen Einschnitten rechnen müssen? Fragen, die sich jeder kurz vorm Wechsel ins neue Jahr stellt. Einige der Änderungen wird man kaum bemerken. An anderer Stelle dürfte hingegen unmittelbar spürbar werden, dass man einfach tiefer in den Geldbeutel greifen muss.

  • Schwarzfahren wird in mehr Städten teurer
    Bereits im vergangenen Jahr hat der Bundesrat die Erhöhung des erhöhten Beförderungsentgelts auf den Weg gebracht. Nach der Verabschiedung ziehen allmählich immer mehr Verkehrsverbände nach und legen die höhere Grenze für Schwarzfahrer in den eigenen Preisrichtlinien fest. Es kann also durchaus aus sein, dass Sie beim Schwarzfahren ab 01. Januar nicht mehr mit 40 Euro, sondern 60 Euro zur Kasse gebeten werden.
  • Deutliche Änderungen beim BAföG
    Studierende und Auszubildende sind heute oft auf finanzielle Unterstützung durch das BAföG angewiesen. Hier hat es über Jahre einen Stillstand gegeben. Ab 01. Januar werden allerdings nicht nur die Bedarfssätze angehoben. Auch im Hinblick auf die Freibeträge beim anzurechnenden Vermögen gibt es Veränderungen. Da innerhalb der Bewilligungszeiträume aber keine Anpassungen vorgenommen werden, greifen die Erhöhungen - wie beim Höchstsatz von 597 Euro auf 649 Euro - erst mit dem Beginn der neuen Bewilligungszeiträume im zweiten Halbjahr 2016. Insgesamt kommt es bei den Bedarfssätzen, SV-Zuschlägen und Freibeträgen (Vermögen und Verdienst) zu deutlichen Veränderungen nach oben.
  • Immobilienbesitzer werden zur Kasse gebeten
    Betongold gilt als Teil der Altersvorsorge. Wer sich in der Vergangenheit für eine Wohnimmobilie entschieden hat und diese vermietet, muss mitunter noch schnell die eine oder andere Baumaßnahme auf den Weg bringen. Die geltende Energieeinsparverordnung schreibt zum Jahreswechsel unter anderem vor, dass ab 01. Januar die oberste Geschossdecke einen U-Wert kleiner/gleich 0,24 W/m² K erreichen muss. Die Ausnahme: Seitens der Geschossdecke wird der Mindestwärmeschutz erreicht.

    Parallel schreibt die EnEV den Austausch der Heizkessel (flüssige oder gasförmige Brennstoffe) vor, die nach dem 01. Januar 1985 installiert wurden und 30 Betriebsjahre erreicht haben. Die Ausnahme hier: Selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Niedertemperatur- und Brennwertkessel. Für Vermieter kann es zum Jahreswechsel also unter Umständen richtig teuer werden.
  • Post erhöht Briefporto zum 01. Januar
    Viele Haushalte nutzen inzwischen das Internet für die private Kommunikation. Für den Kontakt zu Behörden oder Banken wird aber nach wie vor auf den Postweg gesetzt. Ab Januar 2016 wird es hier allerdings wieder teurer. Wie beim Jahreswechsel 2014/2015 hebt die Post das Porto an. Für den Standardbrief von 62 Cent auf dann 70 Cent. Einschreiben sollen ebenfalls teurer werden, die einfache Variante steigt im Porto auf 2,50 Euro. Diese überdurchschnittliche Anpassung ist allerdings umstritten.
  • Deutliches Plus bei den Renten
    Zu den Gewinnern des neuen Jahres werden aller Voraussicht nach auch die Rentenbezieher in Deutschland gehören. Zwar werden die Anpassungen an dieser Stelle erst im Sommer - genauer zum 01. Juli 2016 - vorgenommen. Seitens der Gesetzlichen Rentenversicherung wird aber davon ausgegangen, dass im kommenden Jahr das Plus die Marke von vier bis fünf Prozent erreicht. Damit steigen die Rentenbezüge deutlich stärker als in den vergangenen Jahren an.
  • Konto für Jedermann soll eingeführt werden
    Im neuen Jahr 2016 könnte es eine wesentliche Änderung im Rahmen der Kontoverfügbarkeit für Personen ohne festen Wohnsitz geben. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf hat zumindest das Bundeskabinett auf den Weg gebracht. Unter der Bezeichnung Basiskonto soll nach Inkrafttreten des Gesetzes ein Konto für jeden Verbraucher in Deutschland zur Verfügung stehen, das entsprechende Basisleistungen bietet. Welche Gebühren Banken hierfür verlangen dürfen, bleibt abzuwarten.

Fazit: Im kommenden Jahr ändert sich was


Bald ist es wieder soweit – in Deutschland öffnen die Weihnachtsmärkte ihre Tore und wir stimmen uns auf den Jahreswechsel ein. Während 2015 immer schneller seinem Ende entgegengeht, müssen sich Verbraucher in ganz Deutschland mit der einen oder Veränderung gefasst machen. In den Sozialversicherungen wird wahrscheinlich die gesamte Republik betroffen sein. Andere Änderungen betreffen nur einzelne Bürger – wie Hartz IV Bezieher oder Neurenter. Eines ist aber jetzt schon klar: Wie viel letzten Endes vom Gehalt übrig bleibt, wird sich erst im Verlauf des Jahres 2016 zeigen.


Bild 2016 © Coloures-pic / Fotolia.com


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